IEA warnt vor Elektro-Energiehunger

Die Internationale Energie-Agentur IEA fordert in ihrem Bericht “Gadgets and Gigawatts” Regierungen auf, strengere Regelungen für die Energieeffizienz von elektronischen Geräten durchzusetzen. Die große Nachfrage würde die derzeitigen Bemühungen mehr und mehr überschatten.

In dem kürzlich in Paris vorgestellten Bericht warnt die IEA vor allem vor der steigenden Nutzung von Elektrogeräten wie PCs, Handys oder Fernsehern. Während weltweit bereits 3,5 Milliarden Handys und 2 Milliarden TV-Geräte im Einsatz seien, würden auch die Personal Computer die Eine-Milliarde-Grenze in den nächsten Monaten überschreiten. In den Haushalten würden durchschnittlich 20 bis 30 stromverbrauchende Unterhaltungsgeräte verwendet, die rund 15 Prozent des Energiebedarfs des Hauses forderten.
Würden keine neuen politischen Maßnahmen ergriffen, werde sich die von Kommunikations-, Informations- und Verbrauchergeräten bis zum Jahre 2022 verdoppeln und bis 2030 gar verdreifachen. Der dann 1.700 Terawattstunden (TWh) betragende Energieverbrauch entspricht nach Berechnungen der IEA dem heutigen Verbrauch aller US-amerikanischen und japanischen Haushalte zusammen. Dies würde die “Bemühungen für eine verbesserte Energiesicherheit und die Reduzierung von Treibhausgasen gefährden” und die weltweiten Haushalte etwa 200 Milliarden US-Dollar an Stromrechnungen kosten. Außerdem müssten die Produktionskapazitäten bis 2030 um 280 Gigawatt erhöht werden.

Klare Verbrauchsgrenzen gefordert

Würde die Produktion aller sich auf dem Markt befindlichen Geräte mit den besten verfügbaren Technologien hergestellt, könnte dieser zusätzliche Energiehunger bereits um 260 Gigawatt auf 20 Gigawatt verringert werden, so die IEA. Dies würde für die Verbraucher Einsparungen von 130 Milliarden US-Dollarbedeuten. Insgesamt würde der Energieverbrauch der betroffenen elektrischen Geräte um mehr als die Hälfte vermindert werden.
Angesichts dieser massiven Möglichkeiten appelliert “Gadgets and Gigawatts” an die Regierungen, Energieverbrauchsgrenzen für verschiedene Bereiche festzulegen. Vor allem das effiziente Zusammenspiel von Hard- und Software könnte demnach eine bessere und verbrauchsärmere Nutzung ermöglichen, indem die Energie nur dann und in dem Maße verwendet wird, in dem sie auch benötigt wird. Die verschiedenen Applikationen und Funktionen der modernen Geräte würden verschieden viel Strom benötigen – hier könnte die Politik ansetzen und jeweils die maximale Verbrauchsgrenze für jede Funktion festlegen.

eine Antwort to “IEA warnt vor Elektro-Energiehunger”

  1. Herrlich, wie das Thema hier Beachtung findet.

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