Gasag plant Expansion des Geschäftsbereiches

Der Berliner Gasversorger Gasag plant eine Ausweitung des Geschäftsfeldes. Wie die beiden Vorstände Andreas Prohl und Olaf Czernomoriez in einem Interview mit der “Berliner Morgenpost” mitteilten, sollen demnächst auch Strom und Biogas verkauft und zusätzliche unterstützende Dienstleistungen angeboten werden.
Als Reaktion auf den härteren Wettbewerb und die zunehmend veränderten Voraussetzungen auf dem Energiemarkt werde die Gasag “aus ihrem angestammten Geschäftsfeld herausgehen” und “neue Geschäftsfelder erschließen”, so Czernomoriez. Die lokale Begrenzung solle unter anderem durch Beteiligungen an anderen Unternehmen und Stadtwerken aufgehoben werden. Bis zu 25 Prozent des Umsatzes solle zukünftig außerhalb des Gasgeschäftes erwirtschaftet und dafür Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro getätigt werden.

“Wettbewerb ist für uns nichts Schlimmes”

Die Gasag beherrscht den Gasmarkt im Berliner Raum zwar nach wie vor deutlich, musste jedoch in den letzten Jahren einen zunehmenden Kundenschwund verzeichnen. Seit 2006 seien über 40.000 Gaskunden abgewandert und der Marktanteil von 95 Prozent auf derzeit 87 Prozent gesunken, so Prohl. Das liege vor allem an dem starken Wettbewerb um Privatkunden zwischen den mittlerweile zwölf Gasanbietern in Berlin. Vor allem Nuon hat der Gasag zuletzt zahlreiche Kunden abgenommen. Die beiden Vorstände sehen jedoch “kein Drama” in dieser Entwicklung, da sich auch die Gasag an die Liberalisierung angepasst habe. Eine Übernahme der von Vattenfall zwangsweise zum Verkauf angebotenen Deutschland-Tochter von Nuon schließen sie jedoch aufgrund absehbarer kartellrechtlicher Schwierigkeiten aus: “Da bekämen wir sicher keine Zustimmung”.

Den Trends gefolgt

Um den veränderten Bedingungen auf dem Markt angemessen zu begegnen, wird die Gasag nun also bald neue Leistungen anbieten. Dabei seien vor allem Strom und Fernwärme interessante Gebiete, selbst wenn damit eine Konkurrenz zum Gasag-Gesellschafter Vattenfall entstünde, so Czernomoriez. Die Strategie würde von den Schweden nämlich ebenso wie von den restlichen Gesellschaftern – Gas de France und der E.ON-Tochter Thüga – mitgetragen. Auch auf den zunehmenden Öko-Trend in der Bevölkerung will die Gasag reagieren und plant die Aufnahme von Biogas in das Angebot: “Vom 1. Oktober an kann man bei uns Erdgas mit zehn Prozent Biogasanteil beziehen”, kündigt Prohl in der “Berliner Morgenpost” an. Darüber hinaus seien bereits solarthermische Anlagen über den Versorger erhältlich, und spätestens 2011 würden gasbetriebene Wärmepumpen und stromerzeugende Heizungen, sogenannte Mikro-KWK-Anlagen, in “großen Stückzahlen” angeboten werden. Des Weiteren würden auch verschiedene Dienstleistungen wie Abrechnungs-Services oder die Beratung und der Bau von Energieanlagen für Kommunen, Krankenhäuser und Industrie immer wichtiger, die über diverse Gasag-Tochtergesellschaften umgesetzt würden.

Preisforderung wird umgesetzt

Trotz dieser Expansionen würde der Vertrieb von Gas und Wärme jedoch das Kerngeschäft der Gasag bleiben, versichert Czernomoriez. In diesem Sektor führe die Gasag derzeit auch deutliche Preissenkungen durch: Bisher sei der Preis im Verlauf des Jahres in drei Schritten um 17 Prozent gegenüber dem Niveau vom letzten Winter gesenkt worden. Zum Oktober oder November werde es dann aller Voraussicht nach eine vierte Runde geben, in der die Gaspreise dann um weitere sieben bis acht Prozent heruntergeschraubt werden.
Damit würde die Gasag den Forderungen aus der Politik nachkommen, die von den Gasanbietern einen deutlichen Rückgang der Preise um insgesamt 25 Prozent fordern. Die Gasag stand im Rahmen der Kritik, die Gasversorger würden ihre Preise viel zu spät und schwach senken, mit im Fokus, da die ersten Preissenkungen im Vergleich zu anderen Anbietern noch niedriger ausgefallen waren. Diesen Anschuldigungen begegnete die Führungsetage der Gasag damals mit dem Argument, die Preise seien im Vorfeld auch nicht so stark angehoben worden – nun kommt der Berliner Branchenprimus der Forderung aber trotzdem nach. Dadurch werden die Kunden also zur kalten Jahreszeit von deutlich schlankeren Rechnungen profitieren können.

2 Antworten to “Gasag plant Expansion des Geschäftsbereiches”

  1. [...] Ab 2010 sollen die Blockheizkraftwerke dann bundesweit in Ein-, sowie Zweifamilienhäuser zum Einsatz kommen. Das Komplettpaket besteht aus einer KWK-Anlage, einem Speicher, einer hydraulischen Einbindung und einer Reglungstechnik. Insgesamt liegen die Investionen für einen Haushalt bei rund 17.000 Euro inklusive Umsatzsteuer. Doch laut Gasag sollen es lohnende Investionen sein. Denn bereits nach 10 Jahren rechnet sich die Anschaffung. [...]

  2. Kredite und Finanzierungen scheitern daran das sie oft aufgrund von negativer Haushaltsberechnung nicht angenommen werden.
    Um die Menge der Ausbezahlten Darlehen zu erhoehen empfehle ich meistens die Kreditumschuldung von alten Darlehen , denn hiermit ist mehr Flexibilitaet in der Haushaltsberechnung.
    Darlehen und Finanzierungen lassen sich nach 6 Monaten umschulden, Baufinanzierungen und Baugeld erst nach Ablauf der Zinsbindung.
    Durch die das Umschulden laesst sich die Zinssaetze zusammenfassen und somit uebersichtlicher gestallten.

    Tips zus Umschuldung finden Sie hier: Umschulden

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