Nach dem neuerlichen Störfall im Pannenreaktor Krümmel steht der schwedische Energieversorger mächtig unter Druck. Nicht nur wird der Konzern nun auch in Schweden gründlich unter die Lupe genommen, auch werden die Forderungen nach dem Entzug der Betreiberlizenz immer lauter.
Wie jeder einzelne Bürger ihren Unmut über das unvertretbare Verhalten des Konzerns ausdrücken und Vattenfall ernsthaft zum Handeln zwingen können, beschreibt Daily Green: Ökostrom koste in Hamburg nur einen Cent pro Kilowattstunde mehr als Vattenfalls Basisangebot. Ein massenhafter Wechsel zu anderen Anbietern würde Vattenfall spürbar treffen und die Wirtschaftlichkeit der beiden stillgelegten Atomreaktoren Brunsbüttel und Krümmel arg in Frage stellen.
Wenn ein solcher aktiver Protest Geschichte machte, würde sich wohl auch die Diskussion um den Atomausstieg von selbst erledigen, denn auch die Politik ist an dem Debakel nicht ganz unschuldig. Die Überlegungen von Union und FDP, vom Atomausstieg zurückzutreten haben die Betreiber ermuntert, die alternden Reaktoren mit Billig-Reparaturen (der 2007 in Krümmel abgebrannte Transformator wurde durch einen gebrauchten Transformator aus dem AKW Brunsbüttel und nicht durch einen neuen ersetzt) bis nach der Wahl über Wasser zu halten, anstatt sich auf neuere Anlagen zu konzentrieren.
Atomkraft für Anfänger:
“Wir bauen uns ein Atomkraftwerk”
schau mal:
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