Eine Umfrage des ADAC hat kürzlich ergeben, dass die deutschen Autofahrer prinzipiell zum Umstieg auf Elektromobile bereit wären. Vorausgesetzt werden allerdings vergleichbare Eigenschaften wie sie von PKW mit Verbrennungsmotor geboten werden.
Neben Leistung, Reichweite und Platzangebot ist auch der Preis ein entscheidendes Kriterium, 40 Prozent der Befragten wollen für ein strombetriebenes Fahrzeug nicht mehr ausgeben, 37,5 Prozent könnten sich dies unter Umständen vorstellen und nur ein Viertel lässt sich nicht von höheren Preisen abschrecken.
Dass es wohl gerade bei der Preisfrage noch etliche Jahre dauert, bis die Elektro-Autos konkurrenzfähig sind, zeigt jetzt ein Angebot, dass der Energieriese RWE für März 2010 plant. Von der Firma Micro-Vett umgebaute Fiat 500 (Micro-Vett 500 E) und Fiorino (Micro-Vett Fiorino E) sollen als Komplettpaket inklusive Ladestation und Autostrom-Vertrag mit einem 30 monatigen Leasingvertrag erhältlich sein. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 1400 Km im Monat müssen sich Interessenten für den Micro-Vett 500 E allerdings auf Kosten von rund 1.200 Euro vorbereiten, zudem warten die Kosten für die Installation der Ladestation und, im Falle eines anschließenden Kaufs, eine Schlussrate von 14.300 Euro auf die Kunden.
Die sogenannten e-Pakete sollen später auch außerhalb Nordrhein-Westfalens erhältlich sein, allerdings nicht als Leasing-Angebot, sondern zum Kauf. Für den 500 E werden dann 61.500 Euro fällig, der Fiorino E erleichtert das Konto um 58.250 Euro. Für eine Ladesäule (2 Ladepunkte für verdoppelte Ladeleistung) müssen weitere 3.000 Euro investiert werden.
RWE will außerdem dafür Sorge tragen, dass bis Ende 2010 400 öffentliche Ladestationen in NRW zur Verfügung stehen.
Bleibt nur die Frage, ob die grundsätzlich zur Mehrzahlung bereiten Umfrageteilnehmer bei diesen Kostenunterschieden tatsächlich noch so bereitwillig auf ein Elektrofahrzeug umsteigen würden.