In Zukunft kommt Strom aus Wind und Wasser

Im Jahr 2020 sollen 20% des in Europa genutzten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Um an dieses selbst gesetzte Ziel zu gelangen muss in Europa mehr in erneuerbare Energien investiert werden. Deshalb kommen viele neue Projekte auf, die Europa seinen sauberen Strom aus regenerativen Quellen sichern sollen.
Eines dieser Projekte ist das an Großbritanniens größtem Fluss geplante Gezeitenkraftwerk, dass nach seiner Fertigstellung und Inbetriebnahme für 5% des britischen Stroms sorgen soll. Der enorme Tidenhub an der Flussmündung des Severn zwischen Bristol und Cardiff soll in der Zukunft 216 Turbinen antreiben, indem das Wasser bei Flut an einer Staumauer gestaut wird und beim zurück fließen während der Ebbe dann die Turbinen antreibt. Großen Widerstand bekommen solche Projekte allerdings von Umwelt- und Tierschützern. Diese fürchten, dass viele Tierarten, wie zum Beispiel die im Severn lebenden Fischarten, in ihrem Lebensraum eingeschränkt würden und die Staumauer für sie ein nicht zu überwindendes Hindernis auf dem Weg in ihre Laichgebiete darstellen würde. Ehemalige Wattgebiete würden ständig unter Wasser stehen und somit hätten viele Wattvögel nicht mehr ihren natürlichen Lebensraum. Die EU hat Gesetze erlassen, die dafür sorgen, dass für die Lebewesen, die durch den Bau von Kraftwerken und ähnlichem aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt werden Ausweichflächen geschaffen werden müssen, egal wie viele zusätzliche Kosten dadurch entstehen. Das Gezeitenkraftwerk wird die britische Regierung also eine Menge Geld kosten, das Ziel von weniger CO2, das in die Atmosphäre geht, ist es Großbritannien und Europa allerdings wert.

Windenergie in Deutschland

In Deutschland wird in Bezug auf erneuerbare Energien weiterhin stark auf die Windenergie gesetzt, deren Nachteil gegenüber einem Wasserkraftwerk ist, dass das Wetter unbeständig ist und die Strommenge, die mit Windanlagen erzeugt wird schwankt. Außerdem müssen für den Transport von Offshore-Strom teure Hightech-Kabel zum Festland verlegt werden, damit unterwegs nur ein kleiner Teil des Stroms verloren geht. Für die Speicherung von überproduziertem Strom, wenn besonders viel Wind weht, würde sich ein gemeinsames Stromnetz für Nordeuropa anbieten, weil dann der überschüssige Strom in einem Wasserkraftwerk, zum Beispiel in Norwegen gespeichert werden könnte.
Ein großes Problem, das in Zusammenhang mit den Wasserkraftwerken steht ist, dass der dort produzierte Strom im Gegensatz zum Strom aus Kohleenergie recht teuer ist und deshalb nur schwer auf dem Markt konkurrieren kann. Beim Stromvergleich würden einige Kunden dann eher den Anbieter wählen, der keinen sauberen, dafür aber billigen Strom anbietet. Damit dies nicht eintritt muss ein Weg gefunden werden, damit der Strom aus Wasserkraft billiger wird.

1 Kommentar zu „In Zukunft kommt Strom aus Wind und Wasser“

  1. Helen sagt:

    Das Projekt ist nun wirklich in aller Munde, wie ich sehe. Finde dennoch das die Naturschützer Recht haben, wenn sie sagen, dass es ein zu großer Einschnitt in die Umwelt ist. Da hätte man eventuell andere Lösungen finden können. Liebe Grüße Helen

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