Renommierte Wissenschaftler des Potsdamer Instituts für Klimaforschung fordern eine persönliche CO2 Höchstgrenze für jeden Menschen weltweit um den Klimawandel im Sinne des Kopenhagener Abkommens abzumildern. Nur mit dieser Maßnahme so die Forscher könne die Erderwärmung auf „nur“ zwei Grad (wie im Kopenhagen Papier vereinbart) gemildert werden. Die Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur um nur zwei Grad wird von den meisten Klimaforschern als gerade noch verkraftbar angesehen, alles was darüber geht hätte verheerende Folgen wie Dürreperioden, Unwetter, Ansteigen des Meeresspiegels, und extreme Erwärmung.
Laut den Forschern seien die im Kopenhagener Papier vereinbarten Maßnahmen nicht ausreichend und würden zu einem Anstieg der Durchschnittstemperatur um drei Grad führen. Auch das Kyoto Protokoll wird als nicht ausreichend kritisiert, darin wird jeder Staat einzeln verpflichtet und jeder Staat müsse nur das leisten was er wolle. Damit die Erwärmung nicht stärker als zwei Grad ausfalle, müssen die Emissionen schon vor 2020 gesenkt und bis zum Jahre 2050 auf den Wert von 1990 verringert werden. Außerdem sollten die maximalen Emissionswerte nicht für jeden Staat einzeln festgelegt, sondern weltweit einheitlich vereinbart und mithilfe eines weltweiten Handelssystems für Emissionen verhandelbar sein. So könne ein Staat mit geringeren Umweltbelastungen einem Staat mit höheren Belastungen unbenötigte Zertifikate verkaufen, im Moment ist dies nur in der Europäischen Union und nur für die Sektoren Industrie und Energie möglich.
Zusätzlich müsste die Emissionsgrenze von momentan 35 Milliarden Tonnen CO2 Schritt für Schritt minimiert werden. Würde man dies auf die momentane Erdbevölkerung von geschätzten 7 Milliarden Menschen verteilen, hätte jeder Mensch einen CO2 Ausstoß von 5 Tonnen. Als Vergleich: die Volksrepublik China hatte 2005 einen CO2 Ausstoß von 4 Tonnen pro Kopf, Deutschland 10 und die Vereinigten Staaten 20 Tonnen. Diese Werte verdeutlichen auch, dass die westlichen Industrienationen weit mehr Schadstoffe ausstoßen als Länder der sogenannten Zweiten oder Dritten Welt. Würde ein einheitliches Emissionshandelssystem eingeführt werden, hätten diese Länder die Möglichkeit überschüssige Zertifikate zu verkaufen, damit ihre maroden Budgets aufbessern können und gleichzeitig zum Umweltschutz beitragen. Außerdem würde ein einheitliches Handelssystem auch die Klimasünder zum Investieren und zum Ausbau klimaschützender Maßnahmen anregen.
Betrachtet man Klimadaten der letzten Jahre, wird klar das die Staatschefs und Regierungen der Welt endlich handeln müssen, die Jahre von 2000-2009 waren die wärmsten Jahre die jemals gemessen wurden, gleichzeitig waren die Winter teilweise extrem lang und kalt, was es auch immer schwieriger macht günstige Gasanbieter zu finden. Wird nicht bald eine einheitliche und wirksame Vorgehensweise vereinbart, wird die Klimaerwärmung wohl weit stärker als um zwei Grad ausfallen.