Der Strommarkt lässt uns nicht in Ruhe. Strom wird teurer, zahllose Anbieter werben um Kunden und man beginnt sich zu fragen, ob sich ein Wechsel nicht doch vielleicht lohnt. Doch wie finde ich heraus, welcher Anbieter der kostengünstigste ist? Und welcher der umweltfreundlichste? Was sollte ich wissen, um eine Entscheidung zu fällen?
Ein Alltag ohne Strom wäre kaum denkbar. Vielleicht für eine halbe Stunde, wenn er einmal ausfällt und man mit der unangenehmen Frage konfrontiert ist, wie man sich denn beschäftigen soll, nun da der Fernseher ohne Energieversorgung schlechterdings nicht mehr läuft. Internet? Ach, nein, geht ja auch nicht. Die Waschmaschine anstellen? Es ist zum Auswachsen! Welch ein Segen, dass in diesen Längen- und Breitengraden die Flutkatastrophen rar gesät Und die Erdbeben ein Witz sind. Doch trotz quasi permanent und flächendeckend gewährleisteter Verfügbarkeit verschont die zivilisatorische Errungenschaft des elektrischen Stromes niemanden mit einer seiner schlechtesten Eigenschaften: er nervt. Naturgemäß sehnt sich jeder einmal nach einem abgeschiedenen Leben auf dem Lande, aber selbst dort wird es den meisten binnen kurzer Zeit langweilig und lästig, auf die liebste Unterhaltungselektronik zu verzichten. Und dann kommt jedes Jahr das dicke Ende in Form der Stromabrechnung. Und seien wir ehrlich, meist ist es eine Nachzahlung.
Viele Köche
Niemand möchte auf Strom verzichten und der Hamster im Rad reicht kaum, um eine Glühlampe zu betreiben. Die Nachfrage ist folglich groß und kaum überschaubar. Zu viele Produzenten speisen ihren Strom ins Netz ein und wollen ihn gewinnbringend an den Mann oder die Frau bringen. Doch für wen entscheidet man sich? Strom ist ja, das behaupten zumindest die Anbieter, nicht gleich Strom, auch wenn alle sich aus ein und demselben Netz bedienen. Verwirrend, nicht wahr? Und was zum Henker ist ein Energiemix, den mir die Werbung verkaufen möchte? Wir wollen einfach Strom. Aus der Steckdose. Und zwar so günstig wie möglich.
Wie finde ich den besten Anbieter für mich?
Man muss sich also fragen, welchem der vielen Anbieter, die ihren Strom in das gleiche Netz einspeisen, man sein Geld geben möchte. Ist es einem gleichgültig, woher der Strom kommt? Oder hat man ein ökologisches Gewissen und möchte weitestgehend auf Atomstrom verzichten? Hilft hier am Ende gar ein Stromvergleich? Ein hilfreiches Mittel, das Dickicht der Angebote zu durchdringen, ist ein Strompreisvergleich, doch die wichtigsten Fragen sind nicht beantwortet durch einen Blick auf eine Tabelle. Erst nach Berücksichtigung des Wohnortes sowie des individuellen Stromverbrauches kann errechnet werden, mit welchem Stromversorgungsunternehmen man am besten beraten ist.