Große Unterschiede beim Tagesgeld

Wohin nur mit dem Geld? Das fragen sich momentan nicht wenige Anleger, denn in den vergangenen Monaten hatten viele Banken die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld gesenkt. Aber kein Grund, das Geld unter die Matratze zu legen, denn es lassen sich immer noch Banken mit attraktiven Angeboten finden.

Im Juni sah es so aus: Die BMW-Bank strich den Tagesgeldzins von 1,4 auf 1,2 Prozent zusammen, die DHB-Bank senkte ihn von 1,5 auf 1,35 Prozent, die Bausparkasse Mainz wollte auch nur noch 1,26 statt 1,36 Prozent zahlen und sogar der Spitzenreiter ING-Diba reduzierte auf 1,3 von zuvor 1,5 Prozent. Man könnte so die Liste ergänzen. Die Einschätzung der Experten lautete: “Die Kunden haben die Wahl zwischen schlecht und sehr schlecht”, so etwa fasste es Sigrid Herbst von der FMH-Finanzberatung zusammen.

Gute Zinssätze bei Festgeld

Beobachtet man die Aktionen der Banken über einen längeren Zeitraum, zeigt sich, dass die Zinssätze des Festgeldes insgesamt häufiger angepasst werden, als die vom Tagesgeld – und zwar auch nach oben. Momentan sind trotz der negativen Einschätzungen bezüglich der Festgeld Konditionen Zinsen von mehr als drei Prozent möglich. Wer also sein Geld etwas länger liegen lassen kann, sollte sich momentan auf diese Anlageform verlegen.

So wartet die estländische Bigbank mit 3,1 Prozent Zinsen für ein 24-monatiges Festgeld bei einer Anlagesumme bis 10.000 Euro auf, wissen die Anlageprofis von FMH zu berichten. Wer mehr übrig hat, bekommt 3,2 Prozent und wenn es sogar mehr als 30.000 Euro sind, steigt der Zinssatz auf 3,3 Prozent. Immerhin noch 3,0 Prozent bieten die niederländische Garantiebank und die Santander Consumer Bank ihren Kunden an.

Eine Bank aus Estland mit Top-Angeboten

Die Bank mit dem etwas großspurigen Namen tut sich auch bei dem einjährigen Festgeld hervor: Die Bigbank schreibt für eine Summe von bis zu 10.000 Euro 2,7 Prozent gut. Bei Beträgen darüber steigt der Satz um ein Zehntel.

Auch noch durchaus ansehnlich ist das Angebot der ICICI Bank und der NIBC Direct: Sie belegen mit 2,4 Prozent den zweiten Platz. Mit den Angeboten steigt der durchschnittliche Zinssatz für einjähriges Festgeld von 1,22 auf 1,28 Prozent, so ermittelte FHM. Schwarzmalerei was die Geldanlagen angeht, ist damit also nicht mehr angebracht – es geht sogar noch einiges. Wer übrigens einen stets aktuellen Vergleich Festgeld sucht, muss die Stichworte einfach nur googeln und schon findet er zahlreiche Vergleichsrechner.

Auch beim Tagesgeld noch gute Angebote

Und für Anleger, die am Tagesgeld festhalten wollen, gibt es durchaus noch lohnende Angebote. So sind bis zu 2,25 Prozent drin. GE Capital etwa zahlt soviel ab dem ersten Euro. Und wer sich um die Sicherheit sorgt, kann beruhigt sein: Die Bank ist Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfond und kann pro Kunde mit Beträgen bis 118 Millionen Euro parat. Auch zwei deutsche Anbieter haben was in petto – und zwar die DAB Bank und die Comdirekt mit jeweils 2,1 Prozent Zinsen auf das Tagesgeld. Allerdings sind deren Angebote beschränkt: Bei der DAB gilt die Offerte nur für Anlagen bis maximal 10.000 Euro, bei der Comdirekt sind es sogar nur 5.000 Euro.

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