Winter naht – Stromtarif checken

Die leichte konjunkturelle Erholung und der lange Winter haben zur merklichen Erhöhung des Energieverbrauchs beigetragen. Während sich der Sommer langsame dem Ende neigt, empfiehlt es sich jetzt, den eigenen Stromanbieter zu überprüfen und andere Tarife zu vergleichen.Im Vergleich zum aktuellen Vorjahreszeitraum ist der durchschnittliche Energieverbrauch in den Privathaushalten um 5 Prozent gegenüber 2009 gestiegen. Auch die Nachfrage in der Industrie hat stark zugenommen, was dem Energiemarkt einen deutlichen Aufschwung gab und für eine erhöhte Konkurrenz und neue Tarife sorgte. Auch die Energiequellen haben sich im Angebot verschoben, so nahm der Einsatz von Steinkohle im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent zu, Braunkohle bleibt auf Vorjahresniveau und der Erdgasverbrauch erhöhte sich um 14 Prozent. Der Anteil erneuerbarer Energien steht mit einer Steigerung um 6 Prozent auf einem der letzten Plätze.

Lange Winter – hoher Verbrauch

Sollte es erneut ein langer Winter werden in Deutschland, sollten sich Mieter und Hausbesitzer gut rüsten – sowohl bei der Heizölbestellung als auch bei ihrem Stromtarif. Denn der Stromverbrauch ist im Winter und den dunkleren Monaten im Allgemeinen grundsätzlich höher. Strom wird im Winter stärker benötigt – es gibt weniger Licht und weniger Möglichkeiten, im Freien etwas zu unternehmen – daher verbringen die Deutschen im Winter wesentlich mehr Zeit bei Fernsehschauen, Kochen, Backen und Lesen. Ideal ist, sich frühzeitig noch die aktuellen Tarifangebote der Energieanbieter anzusehen und mit dem eigenen vergleichen. So lässt sich feststellen, ob eventuell ein anderer Anbieter einen günstigeren Tarif bereitstellt.

Tarife vergleichen

Da Strom in seiner Qualität keine Unterschiede bietet, ist die Stromabnahme ausschließlich an den Preis und die Herkunft des Stroms gekoppelt. Günstig und möglichst umweltfreundlich – das sind die Idealkriterien, die den Verbraucher interessieren. Vorsicht allerdings, denn oftmals verstecke sich die Knackpunkte im Detail. So geben viele Anbieter eine Preisgarantie von 12 Monaten und können danach einen neuen Preis festlegen. Undurchsichtig ist häufig auch die Herkunft des Stroms. So zeichnen einige Unternehmen Strom als „Ökostrom“ aus, der jedoch nach wie vor aus fossilen Energieträgern stammt. Das ist legal möglich, da jeder Anbieter nur einen bestimmten Anteil Ökostrom anbieten muss, der letztendliche Gesamtstrom ist jedoch ein Energiemix, der je nach Region eingespeist wird. Ein Vergleich lohnt sich jedoch allemal, wer nicht gleich wechseln möchte, kann auch bei dem eigenen Anbieter einen anderen Tarif anfragen – das geht meist am einfachsten und erspart dem Kunden Unannehmlichkeiten.

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