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Strom-Informationen

Stromrechner

Nach der Liberalisierung des deutschen Strommarktes und der Abschaffung der staatlichen Monopole im Jahr 1998 waren zunächst nur die wenigsten bereit, ihren Stromversorger tatsächlich zu wechseln. Zu stark war die Gewohnheit oder zu groß die Angst. Mittlerweile sieht das anders aus: bis 2007, also ein knappes Jahrzehnt später, hat schon ungefähr die Hälfte aller bundesdeutschen Haushalte einmal den Anbieter gewechselt.

Vor dem Hintergrund steigender Preise und eines vielfältigeren Tarifangebotes einerseits sowie allgemeiner Debatten über den Klimawandel und die eigene Verantwortung dafür scheinen die Deutschen sich daran gewöhnt zu haben, dass Strom ein freies Produkt ist wie jedes andere: in dem Sinne, dass sich jeder aussuchen kann und eine bewusste Auswahl treffen sollte, von wem er seine Energie in welcher Qualität und zu welchem Preis bezieht.

Wer sich entschließt, seinem alten Anbieter den Rücken zuzukehren, steht allerdings vor einem Problem. Die Vielfalt der Angebote findet ihre Kehrseite in der Unübersichtlichkeit. Abhilfe versprechen zahlreiche Online-Portale, die versprechen, das preiswerteste Angebot für den Endverbraucher herauszufinden. Die Qualität dieser Portale unterscheidet sich jedoch stark, wie jüngst eine Studie der Zeitschrift Öko-Test im März 2008 erwies.

Strom Rechner im Test

Als Testsieger ging der Anbieter www.verivox.de hervor, der alle 30 günstigsten Tarife anbot. Wer sich bei Verivox umschaut, findet dort nicht nur den absolut betrachtet preiswertesten Tarif, sondern kann beim Stromverbrauchsrechner die Suchergebnisse darüber hinaus nach seinen besonderen Wünschen filtern lassen: wenn beispielsweise nur Ökostrom bezogen werden soll, eine Vorauskasse unerwünscht ist oder ein einmaliger Bonus in die Berechnung mit eingehen soll, oder auch, wenn der Tarif eine Preisgarantie bieten soll.

Nicht ganz so gut schnitt im Test der Anbieter www.energieverbraucherportal.de ab. Dieser arbeitet nach einem grundsätzlich anderen Prinzip. Dem willigen Kunden wird vom Stromkostenrechner nicht der preiswerteste Tarif als solcher angezeigt, sondern der nach Einbeziehung verschiedener Kriterien vom Preis-Leistungs-Verhältnis her insgesamt günstigste. Solche Kriterien stellen zum Beispiel Umweltbewusstsein, regionales Engagement und Servicequalität des Anbieters dar. Allerdings findet man dort nicht unbedingt den unter rein finanziellen Kriterien billigsten Anbieter.

Vorsicht geboten ist bei diversen Portalen, auf denen auffällig häufig jeweils ein oder zwei Anbieter empfohlen werden und andere gar nicht auftauchen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass Werbung als Information getarnt wird. Negativ aufgefallen ist hier beispielsweise das Portal www.mcenergie.de, das auffallend oft Tarife von TelDaFax und Flexstrom empfahl.

Online-Rechner nutzen

Wer wechseln will, kann sich also durchaus auf einen Strom Rechner verlassen, wenn er sich an ein zuverlässiges Portal wendet. Darüber hinaus empfiehlt sich immer, gerade wenn man auf die Herkunft des Stroms Wert legt, sich auf der Online-Präsenz des Energieversorgers zum Beispiel über die Anteile an regenerativem, fossilem und nuklearem Strom zu informieren.

So bieten Rechner für Stromverbrauch im Internet eine überaus nützliche Hilfestellung auf dem Weg zur Auswahl des eigenen Stromversorgers, dass man als bewusst entscheidender Verbraucher jedoch immer um weitere Informationsquellen ergänzen sollte.