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Strom-Informationen

Stromtarife und Anbieter

Neben der Grundversorgung bieten Stromlieferanten in Deutschland jedoch auch andere Abrechnungsmodelle, mit denen sich zusätzliches Geld sparen lässt, z.B. durch Sondertarife oder einmalige Bonuszahlungen für den Wechselwilligen. Interessant für den preisbewussten Verbraucher sind natürlich auch Stromtarife mit Preisgarantie, die eine bessere Finanzplanung ermöglichen.

Der Nachteil der Preisgarantie ist natürlich, dass eventuell sinkende Strompreise nicht weitergegeben werden, da man seinerseits auch an diesen Preis gebunden ist. Eine andere Möglichkeit zu sparen sind Tarife mit Vorauskasse. Der Versorger liebt diese Art der Zahlung natürlich, da er keinen Zahlungsausfall zu befürchten hat und seine eigenen Preise besser kalkulieren kann., so dass er diesen Stromtarif entsprechend günstig anbietet. Für den Verbraucher besteht jedoch das Risiko, das sein Geld verloren ist, sollte der Anbieter pleite gehen. Dies ist in der Praxis jedoch äußerst unwahrscheinlich. Der letzte Fall von Stromanbieter-Insolvenz trat im Januar 2003 auf.

Eine andere Sparmöglichkeit ist der Einbau eines Zweitarifzählers, der eine Aufschlüsselung des Stromverbrauchs in Tag- und Nachtstrom ermöglicht. Einige Lokalversorger bieten einen günstigeren Nachtstromtarif an, was für Menschen mit erhöhtem Strombedarf in der Nacht durchaus günstiger sein kann als ein reiner Hauptzeittarif. Allerdings werden zunächst Kosten für den Einbau des Zweittarifzählers fällig und manche Anbieter akzeptieren keine wechselwilligen Kunden mit einem solchen Zweittarifzähler.

Stromtarife vergleichen online

Schließlich gibt es noch die Möglichkeit Strompakete zu kaufen. In diesem Fall kauft der Kunde per Vorauskasse eine bestimmte Menge Strom und kann dadurch erhebliche Kosten sparen. Dieser Tarif ist allerdings nur für Menschen geeignet, die ihren eigenen Verbrauch gut kennen und stabil halten können. Sollte man nämlich schließlich doch mehr Strom benötigen, als in diesem Paket gekauft wurde, werden für den zusätzlichen Mehrverbrauch üppige Zuschläge fällig.  Hat man jedoch zuviel Strom im Paket gekauft, verfällt die nicht gebrauchte Menge ohne Rückerstattung.

Weitere Punkte, die bei einem Stromtarifvergleich beachtet werden sollten, sind z.B. die Vertragslaufzeiten. Je kürzer diese sind, umso flexibler ist der Verbraucher bei Unzufriedenheit und kann wieder wechseln. Allerdings möchte der Anbieter den Kunden natürlich möglichst lange an sich binden und bietet günstigere Preise bei längeren Vertragslaufzeiten.

Außerdem sollten Kündigungsfristen und Vertragsverlängerungen beachtet werden, sowie mögliche Sonderabschläge, die beim Vertragsabschluß fällig werden, ehe der Wechselprozess beginnt. Diese Sonderabschläge, die 50, 100 oder 200 Euro betragen können, werden entweder bei Lieferbeginn mit den ersten Raten verrechnet oder nach Beendigung des Vertrags zurückerstattet.

Stromtarife im Preisvergleich

Um nun den bestmöglichen (sprich: günstigsten) Tarif für sich selbst zu ermitteln, hat der Verbraucher die Möglichkeit im Internet Strompreisvergleiche anzustellen und sich über diverse Anbieter zu informieren. Viele Verbraucher werden von der Bezeichnung „Billigstrom“ verwirrt und fragen sich, ob sie minderwertigen Strom erhalten würden. Die Antwort ist: Nein, Strom ist Strom. Wenn „Billigstrom“-Anbieter günstigere Tarife anbieten als die alteingesessenen Platzhirsche, dann weil sie etwas besser machen als diese, z.B. eine schlankere Verwaltung oder einen schlechteren Kundenservice über eine teure Callcenter-Nummer.

Wer auf einen guten Namen, Service und Sicherheit Wert legt, sollte wahrscheinlich eher bei den altbekannten Stadtwerken bleiben. Restrisiken bei Insolvenzen (vorausgezahlte Abschläge sind auf Nimmerwiedersehen verschwunden) sind bei Billiganbietern höher als bei den zweihundert Jahre alten Stadtwerken.